Umwelt
Umwelt und Autobahnbau bilden ein äußerst interessantes Spannungsfeld. Einerseits führt der Bau einer erstklassigen Autobahn zu verkürzter Reisezeit und Stärkung einer Region. Andererseits werden Areale versiegelt und das Landschaftsbild verändert. KMG definiert die Umwelt als die gesamte Autobahnumgebung und bezieht – neben dem Umweltschutz – auch die lokalen Interessen mit ein.
Autobahnen, die einen Infrastrukturbedarf decken, sind eine Voraussetzung für den Wohlstand in Europa, wobei die Rücksichtnahme auf Natur und Umwelt von entscheidender Bedeutung ist.
KMG möchte gerne ihre diesbezügliche Haltung zum Autobahnprojekt Kliplev-Sønderborg zum Ausdruck bringen, und hat sich eine für die Region bedarfsgerechte Dimensionierung zum Ziel gesetzt. Die Autobahn soll die Region Südjütland bedienen und nicht umgekehrt. Das Autobahnkonzept von KMG baut auf dieser Voraussetzung auf, und lässt sich in folgenden Punkten zusammenfassen:
- Errichtung einer neuen Autobahn in optimalster Ausführung, die unter Berücksichtigung geltender Normen und Vorschriften dem gewünschten Bedarf entspricht.
- Bestmögliche Integration in die Landschaft.
- Ausführung eines Straßenaufbaues, der „so viel wie möglich für das Geld“ zu bieten hat und eine lange Lebensdauer sichert.
- Arbeiten bei möglichst geringem und effizientem Gebrauch von Rohstoffen und Boden.
- Einschränkung des benötigten Platzbedarfs.
- Einschränkung negativer Umwelteinflüsse in der Umgebung.
- Operieren mit einem umweltrelevant optimierten Logistik- und Bauprogramm.
- Konsolidierung der Infrastruktur der Region.
- Schaffung neuer regionaler Arbeitsplätze während der gesamten Konzessionsperiode.
- Nutzung des regionaler Arbeitskräftepotenzials.
Für die KMG bedeutet ein ÖPP-Projekt nicht nur die Infrastruktur zu bauen und zu betreiben, sondern auch entsprechend dem Bedarf und der besonderen Charakteristika der Region zu agieren. Dieser ganzheitliche Ansatz gewährleistet, dass das Projekt zu einem Erfolgserlebnis für alle Beteiligten wird, und darüber hinaus die Region so viel wie möglich für das Geld bekommt.
Es ist erklärte Politik der KMG, sich bei der Ausführung und dem Betrieb der Konzession vom Nachhaltigkeitsprinzip und lokalen Rücksichten leiten zu lassen. Zur Unterstreichung dieser Politik hat sich die KMG zum Ziel gesetzt, gemäß ISO 14001 zertifiziert zu werden. Das Nachhaltigkeitskonzept besteht im Grunde aus dem Prinzip „Südjütland zuerst“.
Ästhetik
Das architektonische Konzept für die Autobahn zwischen Kliplev und Sønderborg ist ein Ganzheitsdesign für alle Elemente der Straße. Vision ist es, Rahmenbedingungen für eine zusammenhängende hochklassige Straße mit Qualität und Funktionalität zu schaffen – die sich wie ein architektonischer roter Faden im Dialog mit der umgebenden Landschaft von der Autobahn E45 bis zum Alssund erstreckt.
Eine einfache und funktionelle Ästhetik, welche die E45, durch die wunderschöne und einzigartige Landschaft der Halbinsel Sundeved führend, mit Sønderborg und Als verbinden wird. Nach genauem Landschaftsstudium und sorgfältiger architektonischer Bearbeitung wird die Trasse an die landschaftliche Umgebung angepasst.
Die Formgebung der Straßenelemente folgt einem kreativen und ressourcenbewussten Designprozess, mit hoher architektonischer Qualität und betriebsfreundlichen, verkehrssicheren Lösungen zum Ziel.
Die Strecke Kliplev-Sønderborg wird von offenen Landschaften mit Feldern, Wäldern, Bebauungen und historischen Wahrzeichen geprägt. Die Anschlüsse hinterlassen dabei den stärksten Eindruck, während Brücken mit überführten Straßen die Ausblicke unterwegs einrahmen.
Das Erlebnis der aktuellen Strecke orientiert sich an einer ganzheitlichen Betrachtung der Topographie im Ostteil Südjütlands und auf der Halbinsel Sundeved, die die spezifische Landschaft in einen größeren logischen Zusammenhang setzt. Dieses Landschaftsverständnis bildet den Ansatz für das architektonische Konzept der Teilelemente der Straße und ist unser Ausgangspunkt für Bepflanzung der Strecke.

