Öffentlich-Private-Partnerschaft
Öffentlich-Private-Partnerschaften - kurz ÖPP, sind Modelle für öffentlich-private Kooperation, bei der private Unternehmen Planung, Errichtung, Betrieb und Finanzierung öffentlicher Bauvorhaben übernehmen.
Ein ÖPP-Vertrag erstreckt in der Regel über 30 Jahre. Die öffentliche Hand definiert die Leistung, die der private Partner liefert. Das Ganze zu einem vereinbarten Preis. Die öffentliche Hand kauft also ein Gesamtpaket von einem privaten Zulieferer – nicht nur eine physische Anlage.
Bei der Kliplev-Sønderborg-Autobahn wurde das Projekt nach der Festlegung der Trassenführung und der damit verbundenen Expropriation ausgeschrieben. Zahlungen für die Infrastruktureinrichtung erfolgt zum Teil nach Baufertigstellung und aliquot über die Betriebslaufzeit. Diese Zahlungsmodalität ermöglicht es dem Straßenverkehrsamt die Zahlungen zu regulieren, falls die Straße den im Vertrag festgelegten Anforderungen nicht entsprechen sollte.
Vorteile bei ÖPP
Anders als bei regulären Ausschreibungen erhält bei einem ÖPP der private Partner mehr Projektverantwortung und Risiken zugeteilt. Da Planung, Errichtung, Betrieb und Finanzierung gesamthaft beim privaten Partner liegen, wird das Privatunternehmen darüber hinaus zu einem gesamtwirtschaftlichem Denken angeregt. Es liegt im Interesse des Privatunternehmens, das Projekt mit Hinblick auf den gesamten Lebenszyklus zu optimieren.
Zusammenfassend kann gesagt werden, das durch eine Qualitätsoptimierung in Planung und Bau in möglichst geringen Betriebs- und Instandhaltungskosten zum Ausdruck kommen. Gleichzeitig fehlt es dem Privatunternehmen nicht an Motivation, neue, optimalere Lösungen zu finden.

